Von kleinen Anfängen zur grossen Anlage

Der Klub "Thuner-Eisenbahn-Amateure" (TEA) wurde am 14. Januar 1957 im Hotel Emmental in Thun gegründet. 15 Interessenten fanden sich zu dieser Gründungsversammlung ein. Dass es den Gründern ernst war, zeigte sich darin, dass bereits anlässlich dieser ersten Zusammenkunft ein 4-köpfiger Vorstand bestellt wurde.

 

Bereits im Gründungsjahr haben die TEA durch eine Ausstellung im Aarefeldschulhaus von sich reden gemacht. Zusammen mit den Schiffs- und Flugzeug-Modellbauern entstand eine Ausstellung, die dem Besucher einen umfassenden Einblick in das Freizeitschaffen der drei Vereine gab.

Eine erste Modellanlage in Spur "0" baute der Klub anlässlich des BLS-Jubiläums (50 Jahre Bern-Lötschberg-Simplon-Bahn) im Jahr 1963 im Salon des alten Dampfschiffes DS "Bubenberg". In nur einjähriger Bauzeit entstanden eine Darstellung der BLS-Nordrampe und drei Ausschnitte aus der BLS-Südrampe (Stockgrabengalerie, Luogelkinn-Viadukt und Bietschtalbrücke).

Schon ein Jahr nach der Gründung (April 1958) wurde unser Klub in den Schweizerischen Verband "Eisenbahn-Amateur" SVEA aufgenommen.

 

Ab Mai 1959 wurden wir, dank der SBB, glückliche Besitzer eines Klublokals. Es befindet sich im Estrich des Dienstgebäudes des Bahnhofs Thun. Im Laufe der Jahre konnte dieses Lokal mehrmals erweitert werden. Im Jahr 1994 haben wir im gleichen Dachgeschoss einen weiteren Raum unter fachkundiger Führung zu einem Aufenthaltsraum mit moderner Küche ausgebaut. Unser Spur “0” Beizli dient uns als Klubraum zum wöchentlichen Zusammensitzen nach dem Bauabend sowie als Leseecke für die welche lieber lesen und diskutieren als bauen.

 

Jeden Montag treffen wir uns zum Bau- oder Fahrabend ab 20.00 Uhr im Klublokal. In der Wintersaison treffen wir uns gelegentlich für Vorträge, Dia- oder Filmvorführungen, die von unseren Mitgliedern abgehalten werden. Jeweils im Januar wird die ordentliche Generalversammlung durchgeführt.

In vielen technischen Exkursionen zu der grossen Eisenbahn und Reisen im In- und Ausland erweitern wir unser Wissen und pflegen die Geselligkeit, sowie den Kontakt mit anderen Klubs.

Klubinterne Baukurse vermitteln den Mitgliedern viel Wissenswertes im Wagen-, Landschafts- sowie Modulbau und erfüllt die Teilnehmer mit Stolz, wenn sie das Resultat sehen.

 

Um die jüngere Generation anzusprechen, präsentieren wir uns seit dem Jahr 2000 mit einer eigenen Homepage unter www.tea-thun.ch im Internet, und seit 2012 sind wir auch auf Facebook zu finden.

Im Jahr 2007 konnten wir das 50-jährige Bestehen unseres Klubs feiern, der inzwischen auf 117 Mitglieder angewachsen ist. 

 

Da wir nur im geringen Masse auf die Unterstützung von Sponsoren zählen können, sind wir auf die Mitgliederbeiträge und die Eintrittsgelder bei den öffentlichen Vorführungen angewiesen. 

Unsere Mitgliederbeiträge betragen z.Zt.:

Aktiv CHF 125.-, Fern Inland CHF 110.-, Fern Ausland CHF 120.-, Jugend Fr. 90.- und Passiv ab Fr. 25.- Ausser bei den Passivmitgliedern ist im Preis ein Abonnement des Eisenbahn-Amateurs inbegriffen.

 

Unsere Klubanlage in Spur "0" ist nicht für den automatischen Betrieb eingerichtet. Ganz im Gegenteil, wir waren uns von Anfang an einig, dass wir Lokomotivführer und Fahrdienstleiter sein wollen. Mit unserem System benötigen wir für den Vollbetrieb sieben Lok-Führer und zwei Fahrdienstleiter. Die Fahrdienstleiter sind für den Betrieb in den Bahnhöfen verantwortlich. Sie teilen den Lokomotivführern die Züge zu, sorgen für die richtige Fahrstrasse, stellen die Signale und fertigen die Züge ab. Sie sind auch für den Rangierbetrieb verantwortlich. 

 

Der Lokomotivführer trägt die Verantwortung für die Führung des Zuges von Bahnhof zu Bahnhof. Er überwacht und regelt die Fahrgeschwindigkeit seines Zuges, und muss dabei auch die verschiedenen Signale beachten. Das Lokal stellt im Grundriss einen Winkel dar und hat eine nutzbare Bodenfläche von ca. 110 m2.

 

Zwei Bahnhöfe: Blausee-Mitholz mit 5 Gleisen und Uebeschi-Süd mit 14 Gleisen werden durch je einen Fahrdienstleiter bedient. Die Anlage, mit einer doppelspurigen Gleisstrecke von gut 400 m Länge, ist in 10 Streckenabschnitte eingeteilt. In beiden Bahnhöfen werden die Fahrstrassen mit Start- und Zieltaste gestellt. Die Züge fahren mit Gleichstrom und nehmen den Strom von der Fahrleitung. (0 bis 20 V =) 

Die Gleise, Weichen, Engländer, Querjoche, Masten, Fahrleitungen usw. sind im Eigenbau hergestellt. Die Anlage ist mit 100 Weichen aller Art bestückt und stellt eine riesige Gebirgslandschaft dar, die thematisch der BLS-Strecke nachempfunden ist.

 

Das Rollmaterial gehört fast ausschliesslich den einzelnen Mitgliedern. So sind im Laufe der Zeit über 100 verschiedene Triebfahrzeuge und eine stattliche Anzahl Reisezug- und Güterwagen zusammengekommen (Eigenbau- und Industriemodelle), die sich betreffend Fahreigenschaften und konstruktiver Ausführung sehen lassen dürfen.